Cameron - Blain Rock 1

Veröffentlichung: 

Seitenzahl der Print-Ausgabe: 260 Seiten

Formate: Kindle Ausgabe und Taschenbuch

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Sprache: Deutsch

Kommt mit uns nach Blain Rock, einer aufblühenden amerikanischen Kleinstadt wie jede andere. Fast wie jede andere! 
Das abgelegene und idyllische Städtchen nahe der kanadischen Grenze, ist Zuflucht, Hoffnungsträger und Zuhause für eine ganz besondere Gemeinschaft. 

Lass dich von Cameron hinter die Kulissen seiner Heimat entführen und erfahre, warum Blain Rock so viel mehr ist, als nur ein Ort zum Leben. 
Entdecke, zusammen mit dem jungen Wolfswandler Maddox, welche Zukunftsversprechen diese Stadt für einen bereithält, wenn man nur gewillt ist, an sie zu glauben. 

Aber Vorsicht … gerade die großen Visionen brauchen ein solides Fundament, denn es wird immer Umstände geben die Ängste und Zweifel schüren.
 

Leseprobe:

Es war einmal …
Fangen so nicht alle großen Geschichten an?
Vermutlich, aber wir wollen euch keine dieser Geschichten erzählen, sondern die Wahrheit. Eine, die nur die Wenigsten kennen, aber genau das macht sie ja so besonders.

Seit Anbeginn der Zeit gibt es mehr auf dieser Erde als nur Menschen und Tiere. Von jeher wandeln sie unter uns, im Verborgenen. Ungesehen von denen, die nicht sehen wollen und im Schutze derer, die sehen können. Die Shapeshifter, Gestaltwandler, um die sich über Jahrhunderte hinweg ganze Legenden ranken.

Es gibt sie vermutlich schon so lange, wie Leben auf der Erde existiert. Vielleicht sind sie aber auch nur eine Laune der Natur, eine Evolution, die sich aus den Ursprüngen der Existenzen gebildet hat. So genau weiß wohl niemand, woher sie kommen. Es existieren Legenden, Theorien, aber nichts, was auf Beweisen beruht. Nicht einmal die Shapeshifter selbst können wohl genau sagen, wo ihrer aller Ursprung liegt. Die Anfänge sind verschwommen, aber so lange wollen wir erstens nicht zurückgehen und zweitens … wisst ihr wirklich, woher wir Menschen kommen?

Also, wo genau beginnen wir? Vielleicht zu einer Zeit, in der die Erde noch fest in der Hand der Tiere war? Oder da, wo die Menschheit angefangen hat zu glauben, sie stünde über allem anderen Leben?
Hmm … vermutlich … ach ja … genau, das ist wohl gut …

Die Zeit - die goldene Ära könnte man es wohl nennen -, als die Menschheit das erste Mal erkannte, dass es die Wandler gibt. Vermutlich begann auch damals alles mit Gerüchten, aus ihnen wurde Gewissheit und die Gestaltwandler wurden für einen Wimpernschlag in der Geschichte der Welt wie Gottheiten verehrt. Pharaonen bauten ihnen Gedenkstätten, regelrechte Monumente und verehrten sie. Sie wurden um Hilfe ersucht und angebetet. Die Symbiose war nicht perfekt, denn nichts kann es sein, solange ein Ungleichgewicht besteht. Das mussten im Laufe der Zeit auch die Wandler erkennen. Sie lebten so lange im Verborgenen, dass die Aufmerksamkeit und die Anbetung der Menschen mehr als nur einen glauben ließ, dass sie vielleicht wirklich besser seien. Besser als die Menschen, besser als die Tiere und genau diese wenigen Exemplare ihrer Spezies waren es, die sie alle wieder zu einem Leben im Schatten verdammten. 

Gottheiten können fallen, das mussten auch die Gestaltwandler erkennen. Die Dinge stehen in einem ständigen Wandel. Die Zeit vergeht, so wie Ären und die Jahreszeiten.
Die Überlieferungen sagen nicht, wie der große Fall tatsächlich begann oder verlief, aber es kam der Punkt, an dem die Pharaonen gingen und mit ihnen ihre Gottheiten. Kriege töteten Mensch wie Tier und somit auch solche, die weder das eine noch das andere waren, oder doch eher beides.

Jahrhunderte lang wurde es still um sie. Erneut tauchten sie in keinen Aufzeichnungen der Menschen auf und in den wenigen, die den Wandlern selbst noch geblieben sind, lässt sich auch nur erahnen, dass sie wieder zu ihren ursprünglichen Lebensweisen zurückkehrten. Sie lebten fernab der Zivilisation der Menschen, näher an der Natur, aber doch in ihren eigenen Kulturen.
Verstreut über den gesamten Erdball waren die Rudel zu dieser Zeit eher klein und die Machtkämpfe unerbittlich. Die Zahl der Wandler selbst war hingegen groß und ebenso ihre Vielfalt.

Aber wie jedes intelligente Lebewesen sind auch die Gestaltwandler nicht vor den Lastern der Welt gefeit. Auch bei ihnen gab es solche, die von Hochmut und Neid getrieben wurden. Solche, die der Wollust und der Völlerei verfallen waren. Oder von Habgier, Zorn und Trägheit zerfressen wurden.
Es gibt immer einen, der mehr will, einen, der glaubt, doch besser zu sein oder dass ihn die Belange Anderer nichts angehen. Was davon ist das kleinste Übel, oder welches das größte? Eine reine Ansichtssache, würden wir doch meinen und wie immer war es ein Zusammenspiel aus all diesen einzelnen Teilen, das zum letztendlichen Ergebnis führte.

Ein Krieg brach aus. Begann zuerst im kleinen unter einigen der bis dahin größer gewordenen Raubtier-Rudel, entwickelte sich aber schnell zu einem Buschfeuer. Wölfe, Raubkatzen und Bären bekriegten sich. Schlangen, Spinnen und Nager agierten im Hintergrund, um die Geschicke zu ihren Gunsten zu lenken. Nicht wenige der friedliebenden Rassen, meist Pflanzenfresser und Herdentiere, gerieten ins Kreuzfeuer. Die Vögel versuchten so lange es ging Abstand von allem zu halten und entschieden sich letztendlich sogar für einen Rückzug in unerschlossene Gebiete.
Ein cleverer Schachzug, wie man kurz darauf erkennen sollte, denn ein solcher Krieg blieb leider auch in der Welt der Menschen nicht unbemerkt. Forderte Opfer unter den einfachen Tieren und dezimierte die Zahl der Gestaltwandler stärker als der große Fall.
Aus Europa und Asien wurden sie - soweit heute bekannt - gänzlich vertrieben. In Australien und Afrika überlebte nur, wer sich vollkommen oder größtenteils für ein Leben als Tier entschied und so über kurz oder lang zu eben diesem wurde.
Amerika war zu dieser Zeit der einzige halbwegs sichere “Zufluchtsort“ aufgrund seiner Größe und die durch den Menschen bis dahin noch unerschlossenen Gebiete.
Wieder einmal mussten sie abtauchen, im Verborgenen leben und zum ersten Mal wohl wirklich um das Überleben ihrer Spezies kämpfen.
Die Vögel zogen sich in die höher gelegenen Regionen zurück, fernab der Menschen und Wandler.
Einzelgänger verschwanden in den Weiten der Ebenen, den Bergen oder auch im Dschungel.
Familien hielten zusammen und suchten ihr Glück im Leben unter den Menschen oder auch Tieren.
Einzig die Reptilien und Nager verschwanden vollständig vom Antlitz der Erde, oder verbargen sich zumindest ebenfalls vor den Augen ihrer eigenen Spezies. Sie wurden seit der Zeit des großen Krieges nicht mehr gesehen. Aber der ein oder andere behauptet, dass sich etwas regt, in den Tiefen der Kanalisationen, dem Dickicht und Unterholz der neuen Zivilisation.

Wie jeder Krieg verursachte auch dieser tiefe Wunden. Wunden, die stellenweise bis heute noch nicht wieder heilen konnten. Aber er regte auch zu einem Umschwung an. Veränderungen, die nicht jeder akzeptiert, die aber dennoch notwendig waren.


Jetzt, gut 150 Jahre später, festigt sich, was sich einst aus den Trümmern erhob. 

Angesiedelt in Blain Rock, einer abgelegenen amerikanischen Stadt nahe der kanadischen Grenze, gründete sich eine neue Gemeinschaft.

Keine einzelnen Rassen mehr oder Rudel, sondern alle vereint in den drei großen Clans, jeweils unter der Führung des Stärksten oder dem, dessen Geburtsrecht es von jeher war.
Ein Bündnis erbaut auf einem Fundament aus klaren Regeln, Grenzen und Strukturen. Gehalten von der Hoffnung auf eine bessere und friedliche Zukunft. Gestützt von den Fehlern der Vergangenheit und eingeschlossen von dem Wissen, dass ein erneuter Krieg das Ende Aller bedeuten könnte.

 

Unsere Geschichte endet hier nicht, sondern sie beginnt! 

Sie beginnt da, wo der schnelllebige Mensch vergisst und es die Oberflächlichkeit der heutigen Zeit leicht macht, das zu sein, was Andere sehen wollen. Wie viel wisst ihr über euren Nachbarn wirklich? Interessiert es euch überhaupt, solange er euch in Ruhe lässt? Vielleicht lohnt sich ab und an ja doch ein etwas genauerer Blick?!

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