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Caven - Liebe, Familie und andere Katastrophen (Blain Rock 2)

Veröffentlichung: 24.9.2021

Seitenzahl der Print-Ausgabe: 273 Seiten

Formate: Kindle Ausgabe und Taschenbuch

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Sprache: Deutsch

"Das Leben, das du führst, ist vielleicht nicht immer das Leben, das du willst, 

aber mit Sicherheit das Leben, das du brauchst."

Die Worte seines Vaters haben Caven, Clanführer der Neo Panthera, von jeher begleitet. Sie haben ihm stets die Kraft und den Mut gegeben um das Leben zu führen, 

das es braucht, um seinem Clan eine Zukunft zu geben.

Veris steht seit Jahren an Cavens Seite, kämpft für den gemeinsamen Traum und die Vision Blain Rock. 

Doch ist das genug, wenn die eigenen Wünsche für die Zukunft noch ein ganzes Stück weitergehen und nicht nur eine Stadt, einen Clan, sondern einen bestimmten Mann betreffen?

Das Konzept von Blain Rock muss sich unterdes beweisen. Sind die Clans bereit enger zusammenzuarbeiten und sich zu vertrauen? Das gilt es schnell herauszufinden, wenn 

sie das Rätsel um die verdächtigen Vorfälle lösen wollen.

"Caven" ist der zweite Band der Bain-Rock-Reihe. Eine Reihe in der ihr auf Gestaltwandler und homoerotische Liebe trefft. In diesem Band gibt es explizite Sexszenen eines Paares, das selten kuschelig und noch seltener romantisch ist.

Was es jedoch nicht gibt sind Gefährtenbindungen, M-Preg oder die üblichen Rollenverteilungen ala Alpha und Omega.
In Blain Rock leben Personen wie du und ich, also … na ihr versteht schon.

Jeder Band geht auf ein anderes Paar ein und kann eigenständig gelesen werden. Um die Rahmenhandlung zu verstehen, empfehlen wir jedoch die Bände in der Reihenfolge ihres Erscheinens zu lesen.

Leseprobe:

"Na, konntest du die Wogen glätten?" Elani war am telefonieren, als ich zurück ins Büro kam und steht jetzt mit einer Tasse Kaffee und einem mitfühlenden Lächeln vor meinem Schreibtisch. Ich zucke nur die Schultern.

"Sagen wir einfach, ich habe ihnen das "Nein", das sie wohl vor Tagen bereits von Lee bekommen haben, etwas netter verpackt." Elani lacht und ja, auch ich muss schmunzeln. Ich sehe die pikiert dreinblickende Eulendame noch vor mir, als sie mir erklärt hat, dass ein einzelnes Wort keine respektable Antwort sei. Noch dazu, da ihrem Mann diese Änderung doch so am Herzen liege.

"Das klingt ganz nach Lee!"

"Oh ja tut es und erst recht, wenn es sich dabei um den Wunsch nach einem zusätzlichen Raum für die Kartographie-Leidenschaft ihres Mannes handelt." Ich zucke erneut mit den Schultern. "Der Jaguar hat sie wohl gefragt ob die Leidenschaft neu sei. Als sie verneinten meinte er, dann wäre es Pech, dass sie nicht groß genug war um bereits in der Planungsphase einen angemessenen Stellenwert und damit Raum einzunehmen." Elani erlebt in diesem Laden verdammt viel und ist weder leicht aus der Ruhe noch Fassung zu bringen, aber solche Gespräche über Lees Eskapaden bringen sie regelmäßig an den Rand ihrer Selbstbeherrschung. "Du kannst ruhig lachen Liebes. Es ist okay. Ich musste ihm insgeheim ja absolut Recht geben."

"Was du hoffentlich den Kunden nicht gesagt hast?" Sie kichert und ich rolle mit den Augen.

"Bitte, ich bin die Diplomatie in Person, also habe ich ihnen stattdessen lieber vorgerechnet was dieser zusätzliche Raum, in einem so fortgeschrittenen Stadium des Baus, kosten würde. Dann habe ich sie gebeten sich bis morgen Gedanken zu machen, ob die Leidenschaft das Wert ist." Toll, aus ihrem Kichern ist ein Lachen geworden und ich kann nicht verhindern, dass auch meine Mundwinkel zucken. 

"Ihr seid alle einfach unverbesserlich."

"Ich bin Geschäftsmann Liebes, nicht mehr und nicht weniger." Es ist natürlich als Scherz gemeint und doch vergeht mir das Lachen, als meine eigenen Worte bei mir ankommen. Nur Geschäftsmann … manchmal wäre das zu verlockend. Allerdings bin ich weit mehr als das und um genau zu sein, sollte ich mich gerade auch auf diesen Aspekt viel mehr konzentrieren.

"Haben sich Lee und Veris schon gemeldet?" Der Umschwung kommt abrupt und doch braucht Elani nur Sekunden um meinen Gedanken zu folgen.

"Du hast Veris geschrieben, dass du um Eins zurück bist, also wird er dann auch hier sein. Lee hat vorhin kurz angerufen, sein Akku war mal wieder leer und ich habe ihm das Gleiche mitgeteilt. Er wollte die Zeit nutzen um die Grenzpatrouillen zu überprüfen." Sie schenkt mir noch ein sanftes Lächeln und wendet sich dann ab. "Trink deinen Kaffee und versuch dich zu entspannen. Du siehst immer noch müde aus." Damit ist sie weg, schließt die Tür und lässt mich in meinem Büro zurück, mit einer Anweisung die mich fast zum Lachen bringt, denn wie bitte soll ich mich entspannen, wenn ich nicht weiß, was als Nächstes auf mich zukommt.   

Ich schaffe noch zwei Kaffee, bis ich draußen endlich die erste mir sehr vertraute Stimme höre und mich unweigerlich etwas straffe, als ich Ela fluchen höre.

"Alles gut Kätzchen, nix passiert. Bringst du mir einen Kaffee?" Kaum sind die Worte ausgesprochen öffnet sich meine Bürotür und ich kann sofort den Fluch von Ela verstehen. Noch bevor ich etwas zu seinem mehr als offensichtlich ziemlich ramponierten Äußeren sagen kann, schließt er die Tür und lehnt sich dagegen.

"Verdammt, das war ein wahrer Spießrutenlauf. Warum sind die Ladys nur immer so empfindlich, wenn es um ein paar Kratzer geht?" Er seufzt und setzt dann sein gewohntes Lächeln auf, wobei ich es sofort durchschaue. Da ist jemand ziemlich angepisst.

"Wenn es nur ein paar Kratzer wären …" Ich schüttele den Kopf und deute zur Sitzecke, während ich mich schon von meinem Platz am Schreibtisch erhebe. "Verdammt Lee, wer hat dir denn so den Arsch aufgerissen?" Er knurrt, ernsthaft? Ich quittiere die Reaktion nur mit einer gehobenen Augenbraue, als es klopft. Erst nachdem Ela ihm seinen Kaffee vorgesetzt und sich zurückgezogen hat, sehe ich ihn wieder ernst an. 

"Es ist nichts, also war nichts, halb so schlimm. Du solltest mal den anderen sehen. Aber können wir mit der Berichterstattung warten bis Veris kommt?"
"Der ist gerade angekommen." Bereits bei meinen Worten öffnet sich die Tür und Lee sieht erst zum Tiger und dann zu mir. Sein eben noch genervter Gesichtsausdruck ist einem amüsierten gewichen und ich schüttele nur dezent den Kopf. Ich habe jetzt wirklich keinen Nerv für seine dummen Sprüche, bin aber gleichzeitig froh, dass es ihm wirklich gut zu gehen scheint. Ist nicht das erste mal, für keinen von uns, dass wir ein paar Blessuren davontragen und die meisten verschwinden ja wieder vollständig.

 

"Verdammt, es war echt ein Fehler dich zu schicken." Veris' trockene Aussage lenkt mich von Lee ab und ich sehe zu, wie der Tiger sich ein Glas Wasser holt und dann zu uns kommt. Meine gerunzelte Stirn lässt ihn kurz auf Lee deuten. "Er hat sich daneben benommen, oder?" Lee, der wohl direkt verstanden hatte was Veris meinte, lacht laut los und ich kann das genervte Stöhnen nicht unterdrücken. Manchmal komme ich mir echt vor wie im Kindergarten. Ein Blick zu den Beiden macht mir aber klar, dass sie wohl ihr Ziel erreicht haben: Den Löwen nerven und damit ablenken. Ich gebe es nicht gerne zu, aber das haben sie echt drauf.

"Jetzt Schluss mit Lustig. Würdest du uns bitte verraten wer das war und warum? Denn ganz offensichtlich war das nicht Ethan." Lee hebt eine Augenbraue und sieht dann auf seine ramponierten Unterarme, die von einigen tiefen und einigen weniger tiefen Kratzern gekennzeichnet sind. Von der Schramme an seiner Schläfe will ich dabei gar nicht erst reden und wäre er ein Mensch, dann hätte er sicher spätestens Morgen ein richtig schönes Veilchen. Zum Glück sind wir hart im Nehmen und man wird morgen vermutlich schon keinen der Kratzer mehr sehen. Was allerdings nichts daran ändert, dass sie jetzt da sind und ich wirklich Antworten erwarte.

"Traust du dem Adler sowas etwa nicht zu?" Natürlich kann er nicht einfach auf meine beschissene Frage antworten.

"Doch, definitiv, aber hättest du es geschafft den Adler so sehr zu reizen, dann wärst du sicherlich nicht so glimpflich davon gekommen." Und toll, er grinst wieder. "Das war kein Kompliment, Lee!"

"Oh ich weiß. Ich habe mir nur gerade vorgestellt wie es wäre dieses Feuer in dem Adler zu entfachen."

"Das willst du nicht, also nicht so und jetzt … bitte." Veris, die Stimme der Vernunft und warum funktioniert das bei ihm und bei mir nicht.

"Schon gut, Spielverderber. Also ich habe von Ela erfahren, dass du noch zu den Millers raus bist und wollte die Zeit nutzen. Du musst mir übrigens später erzählen was den beiden Snobs jetzt noch quer gesteckt hat." 

"Lee …"

"Schon klar … nicht das Thema. Also ich habe die Zeit genutzt und meine Patrouille pflichtbewusst doch übernommen. Tucker hat sich gefreut, der war nicht wild auf eine Doppelschicht. Jedenfalls bin ich an der Grenze zum Nationalpark auf die Spur des Katers gestoßen. Ihr wisst schon, den Einzelgänger den wir schon länger im Auge haben. Nach dem ersten Mord war ich mit Trace unterwegs … jedenfalls war mir direkt klar wessen Fährte ich da vor der Nase habe und bin ihr gefolgt. Sie hat sich mehrmals mit der von Byron gekreuzt und eine Zeit lang auch überschnitten, dann habe ich sie verloren. An der östlichen Grenze unseres Territoriums bin ich dann erneut auf sie gestoßen und ich gebe zu, dass ich nicht damit gerechnet habe den Kerl echt zu finden. Es ist übrigens ein Panther. Also ein Wandler, aber irgendwie …"

"Moment, du hast ihn geschnappt? Also war er das? Wo ist er?" Veris ist normal nicht derjenige der einem ins Wort fällt, aber vermutlich wollte er Lee auch nur dazu bringen bei der Sache zu bleiben. Als dieser allerdings anfängt auf dem Zweisitzer herumzurutschen und sich den Nacken zu massieren, lehne ich mich in meinem Sessel mit einem Seufzen zurück.

"Du hast ihn nicht erwischt! Er hat dir den Arsch versohlt und ist verschwunden." Ich klinge nicht wirklich angepisst, weil ich es genau in diesem Moment auch nicht bin. Ich sollte es sein, auf jeden Fall, das war unsere Chance, aber irgendwie ist da nur die heute so bekannte Resignation.

"Also so würde ich das jetzt nicht sagen." Lee klingt ein bisschen empört, aber er weiß auch, dass ich an seinen Fähigkeiten nicht zweifle. Wenn der Kerl wirklich so gut ist und da er auch Lee entkommen konnte - einem meiner fähigsten Soldaten und Wächter - muss er das sein, dann müssen wir härtere Geschütze auffahren. Oder wir brauchen ein Wunder. "Was ich allerdings sagen kann, ist, dass der Kerl kämpfen kann. Das war nicht sein erster Tanz und irgendwie war da keinerlei Zurückhaltung."